Montag, Januar 19, 2026

Modern and Contemporary Dance – Reglement

 

MODERN AND CONTEMPORARY DANCE       PERFORMING ARTS (PA)
Definition:

Modern Dance ist eine künstlerische Tanzform mit vielen Stilrichtungen, die sich über einen langen Zeitraum hinweg entwickelt hat. Modern Dance ist ein freier, entspannter Tanzstil, bei dem Choreograf*innen Emotionen und Stimmungen nutzen, um eigene Bewegungsformen zu gestalten – im Gegensatz zum strukturierten Schrittvokabular des klassischen Balletts.
Während das Ballett Leichtigkeit und Schwebekraft anstrebt, macht der Modern Dance bewusst von der Schwerkraft Gebrauch. Die Entwicklung des Modern Dance war eine logische Folge der Tanzstile zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Die Tänzer*innen jener Zeit wollten sich von den festgelegten, strengen und als einschränkend empfundenen Ballettformen lösen und begannen, nach neuen Ausdrucksformen und Techniken zu suchen, um dem Tanz eine neue Richtung zu geben.

Diese Disziplin umfasst moderne Tanztechniken, die vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von bedeutenden Tanzpädagoginnen und Choreografinnen entwickelt wurden – etwa Martha Graham, José Limón, Alvin Ailey, Merce Cunningham, Lester Horton und viele andere in Amerika sowie Kurt Jooss, Mary Wigman, Hanya Holm und weitere in Europa. Da sich Tanz ständig weiterentwickelt und verändert, bedeutet dies nicht, dass man die genannten Techniken nur in ihrer ursprünglichen Form verwenden muss. Im Gegenteil – Modern Dance umfasst auch zeitgenössische Entwicklungen und Trends, die auf den Grundlagen dieser Pioniere aufbauen oder völlig neue, experimentelle und originelle Konzepte einbeziehen.

Zeitgenössischer Tanz bringt neue Erkenntnisse über den Körper und seine Bewegungsmöglichkeiten, eröffnet neue Bewegungsqualitäten und Körperformen im Raum, fördert innovative Kompositionsprozesse und bietet Raum für künstlerisches Experimentieren.

Kategorie: Solo male*
Solo female*
Duo (beliebige Geschlechter-kombination von zwei Tänzern) Group Formation  
Altersklasse:

Children 12 und jünger
Junior 1 (solo, duo)  13 – 14
Junior 2 (solo, duo) 15 – 16
Junior (group, formation)  13 – 16
Adult 1 17 und älter
Adult 2 31 und älter
Es gelten die Regeln der 3-Jahres-Altersspanne – ausser bei Adult 2.
Anzahl der Tänzer: Solo 1
Duo  2
Group  3 – 7
Formation  8-24
Production 25 und mehr
Musik:

Die Tänzer tanzen zu ihrer eigenen Musik.
Musik kann auch a capella (ohne Instrumente) sein. In diesem Fall muss der Beginn und das Ende der Darbietung mit einem klar erkennbaren akustischen Signal (Beep) markiert werden.

Jede Modern- oder Contemporary-Performance kann, muss aber nicht zwingend, einen Titel haben.

 
Tempo: Keine Einschränkungen.
Dauer der Runden: Solo  Minimum: 1 min 45 sec; Maximum: 2 min 15 sec
Duo Minimum: 1 min 45 sec; Maximum: 2 min 15 sec
Group Minimum: 2 min 30 sec; Maximum: 3 min 00 sec

Formation

Formation (Children)

Minimum: 2 min 30 sec; Maximum: 4 min 00 sec

Minimum: 2 min 30 sec; Maximum: 4 min 00 sec

Production Minimum: 5 min 00 sec; Maximum: 8 min 00 sec
Merkmale und Bewegung:

Die gesamte Darbietung muss aus Modern-Dance-Techniken und zeitgenössischen Bewegungstrends bestehen und sollte dem Alter sowie den tänzerischen Fähigkeiten der Teilnehmenden entsprechen. Contemporary Ballet darf nicht mit Modern Dance verwechselt werden und kann in dieser Disziplin nicht teilnehmen.
Andere zeitgenössische Stilrichtungen wie Hip-Hop, Disco, Breakdance oder Electric Boogie dürfen eingearbeitet, aber nicht dominierend sein – der Charakter des Modern Dance muss erhalten bleiben.

Der Hauptbewertungspunkt in dieser Disziplin liegt auf dem tänzerischen Niveau der ausgeführten Bewegungen sowie auf Thema und Ausdruck.
Eine Handlung oder Geschichte kann Teil der Choreografie sein, steht aber nicht im Vordergrund, wie etwa im Showdance. Im Modern Dance geht es vor allem um Bilder, Stimmungen und Emotionen. Ein Thema, eine Idee oder ein Konzept darf verwendet werden, muss jedoch geschmackvoll und altersgerecht für Kinder-, Junior- und Erwachsenenkategorien sein.
Menschliche Themen, insbesondere solche, die intime oder persönliche Beziehungen betreffen, sind erlaubt, sofern sie für Zuschauer aller Altersgruppen angemessen dargestellt werden.

Tanzroutine:

Keine Tanzroutine darf in mehr als einer Disziplin gezeigt werden (die gleiche Routine kann beispielsweise nicht sowohl in der Jazz Kategorie als auch in in der Show Dance Kategorie gezeigt werden).

Kein Tänzer darf gegen sich selbst antreten.

Eine Choreografie mit demselben Kostüm und derselben Musik darf nur einmal bei jedem Wettbewerb aufgeführt werden.
Beispiel: Wenn die Choreografie als Formation aufgeführt wird, darf sie nicht als Gruppe, Duo oder Solo aufgeführt werden.

Lifts: Erlaubt (ausser bei Children und Mini Kids Kategorien).

Lifts sind definiert als Bewegungen bzw. Figuren, bei denen beide Füsse eines Tänzers den Boden verlassen und diese Figuren / Bewegungen mit Hilfe / Unterstützung einer anderen Person ausgeführt werden.
Sprünge mit einem Handgriff gelten nicht als Lift.
Akrobatische
Elemente:

Erlaubt.
Akrobatische Elemente sollten jedoch nur eingesetzt werden, um die Choreografie zu unterstreichen. Eine Modern- oder Contemporary-Darbietung darf nicht wie eine Akrobatik-Performance wirken.

Akrobatik umfasst jene Bewegungen, bei denen sich der Körper um die sagittale oder frontale Achse dreht, wie z. B. Saltos, Radschlagen und ähnliche Figuren.
Akrobatische Bewegungen führen nicht zwangsläufig zu einer besseren Bewertung und können die Wertung sogar verschlechtern, wenn sie technisch nicht korrekt ausgeführt werden.
In den Children Altersklassen muss Akrobatik ohne jegliche Unterstützung durch andere Tänzer ausgeführt werden.

Gymnastic lines:

Nicht erlaubt sind mehrfache gymnastische Elemente oder Serien akrobatischer Bewegungen, die von einer Bühnenecke zur anderen führen.

Eine Modern- oder Contemporary-Darbietung darf nicht wie eine akrobatische Performance wirken.

Bühnenbilder und Requisiten:

Bühnenelemente und Requisiten sind erlaubt, sofern sie die Choreografie nicht überlagern oder vom Tanz ablenken.
Requisiten müssen von den Tänzerinnen oder Tänzern selbst in einem einzigen Gang auf die Bühne gebracht werden.
Bühnenhelfer oder Assistenten dürfen dabei nicht helfen. Sperrige oder unhandliche Bühnenelemente sind nicht erlaubt.
Hintergrunddekorationen (Backgrounds) sind ebenfalls nicht gestattet.

Für den Auf- und Abbau von Szenenbildern oder Bodenrequisiten gelten folgende Zeitlimits:
Solo und Duo: maximal 15 Sekunden zum Aufbauen und 15 Sekunden zum Abbauen.
Group: maximal 25 Sekunden jeweils.
Formation: maximal 45 Sekunden zum Aufbauen und 45 Sekunden zum Abbauen.
Die Zeitmessung beginnt, sobald das erste Bühnenelement den Boden berührt, und endet, sobald das letzte Element von der Bühne entfernt ist.

Handrequisiten:

Erlaubt.
Handrequisiten sind alle Gegenstände, die mit den Händen getragen werden und nicht Teil des Kostüms sind (z. B. Glocken, Fahnen, Stock, Regenschirm usw.).

Bodenrequisiten:

Erlaubte Bodenrequisiten sind Gegenstände, die auf dem Boden platziert werden, wie z. B. Stühle, Treppen, Leitern, Tische usw.
Szenische Hintergründe oder Bühnenbilder (z. B. Kulissenvorhänge oder Bühnenwände) sind ebenfalls erlaubt,
sofern sie die oben genannten Zeitlimits und Sicherheitsregeln einhalten.

Requisiten, Flüssigkeiten, Schuhe, Kostüme oder andere Substanzen, die die Bühne verschmutzen, beschädigen oder unsicher machen könnten, dürfen nicht verwendet werden.
Die Verwendung solcher Materialien wird mit einer Verwarnung oder einer direkten Disqualifikation geahndet.

Die Nutzung von elektrischen Geräten (z. B. persönliche Lichteffekte oder Musikquellen), die an eine Steckdose angeschlossen werden müssen, ist nicht gestattet.
Solche Requisiten dürfen nur mit Batteriebetrieb verwendet werden.

Kleider / Kostüme:

Ein Kostümwechsel während des Wettbewerbs ist nicht erlaubt,
ausser, wenn dieser aufgrund eines Regelverstosses gegen die Kostümregeln von der Jury angeordnet wird. Ebenso ist es nicht gestattet, in der nächsten oder finalen Runde die Musik oder Choreografie zu ändern.

Die Kostüme müssen ästhetisch, geschmackvoll und altersgerecht sein.

Mehr Infos dazu sind im allgemeinen Teil des Reglements.

Brille und
Hörgeräte:

Wenn ein Tänzer während der Aufführung aus medizinischen Gründen eine Brille tragen muss, wird empfohlen, diese mit einem Gummiband am Kopf zu sichern.
Wer Hörgeräte tragen muss, sorgt dafür, dass sie richtig befestigt sind.

Lip-Sync:

 

Frisur und Make-up:  Altersgerecht.
Mehr Infos dazu sind im allgemeinen Teil des Reglements.
Verbote / Sicherheit:

Sprünge von der Bühne, bei denen jemand den Tänzer auffangen soll, sind nicht erlaubt.

Folgendes gilt in allen Kategorien der Altersklassen Children (Produktionen sind ausgenommen):
– Elemente, bei denen auf dem Kopf gestanden wird, sind nicht erlaubt.
– Bewegungen, bei denen der Grossteil des Gewichts von einem anderen Tänzer getragen wird, sind nicht erlaubt.
– Jegliche Sprünge von Requisiten aus einer Höhe von mehr als 1 Meter sind nicht erlaubt.
– Spitzentanz ist nicht erlaubt.
– Dunkle Themen, Kostüme und Musik sind nicht erlaubt.

Bewertung:

3 D

Ablauf des Wettbewerbs: Qualifikationsrunde: Jede Darbietung wird alleine getanzt.
Halbfinale: Jede Darbietung wird alleine getanzt.
Finale: Jede Darbietung wird alleine getanzt.
Teilnehmer, die ohne triftigen Grund nicht in der Startreihenfolge auf der Bühne erscheinen, um zu tanzen, werden disqualifiziert.
Platzierung: Gemäss den IDO-Regeln
Weitere relevante Informationen:

IDO Show Dance im Vergleich zu IDO Jazz und Modern / Contemporary

Der Bewertungsunterschied zwischen Show Dance und den anderen IDO Performing Arts-Disziplinen – also Jazz sowie Modern/Contemporary – liegt in erster Linie im Bewertungssystem, da beim Show Dance ein stärkerer Fokus auf die Präsentation gelegt wird – und zwar durch das 4D-System (die zusätzliche „Show“-Dimension). Wie in der Definition des Show Dance beschrieben, ist es wesentlich, eine Show auf Grundlage eines Konzepts zu gestalten mit einer Leitidee, einer Geschichte oder einem erkennbaren Thema, um das Publikum zu unterhalten, zu fesseln, zu berühren und/oder eine Botschaft zu vermitteln. Diese Aspekte werden durch die vierte Dimension (Show-Dimension) bewertet und unterscheiden den Show Dance von Jazz oder Modern/Contemporary, bei denen ähnliche Ansätze zwar möglich sind, dafür jedoch keine gesonderte Bewertung in Form einer vierten Dimension erfolgt.

IDO Version Gültigkeit September 2025 Das IDO-Reglement (englische Version) ist verbindlich

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